Tolle Knolle

Es ist unumstritten: Um Zwiebelblumen wie Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Krokusse und andere im Frühling in Blüte zu erleben und zu genießen, müssen die Blumenzwiebeln im Herbst in die Erde.

Zugegeben, das verlangt ein wenig Einsatz, aber dafür sind Blumenzwiebeln und Knollen sichere Garanten für fabelhafte Blüherfolge im Frühjahr. Selbst der unerfahrene Neugärtner kann mit Blumenzwiebeln einen wunderbaren Frühlingsgarten gestalten.
Blumenzwiebeln und Knollen können sowohl zwischen Stauden als auch am Rande von Ziergehölzen gepflanzt werden. Sie fühlen sich in Beeten ebenso wohl wie in Kästen oder Töpfen, ja selbst im eintönigen Rasen können sie für helle Aufregung sorgen.

Für ein farbenfrohes Spektakel, den ganzen Frühling lang, sorgen natürlich Tulpen (Tulipa). Sie bieten eine Fülle von Verwendungsmöglichkeiten, denn es gibt sie nicht nur in fast allen Farben des Regenbogens, sondern auch in den unterschiedlichsten Größen und Formen. Manche Tulpen begeistern durch ihre geflammten, gefüllten oder gefransten Blüten. Experimentieren und mischen Sie nach Herzenslust! Geben Sie sich ganz der herbstlichen Zwiebelliebe hin! Es lohnt sich – das nächste Frühjahr kommt bestimmt.

Im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr schieben sich Schneeglöckchen (Galanthus), Krokusse (Crocus) und frühe Narzissen (Narcissus) als Erste durch die Erde. Schneeglöckchen wirken in kleinen Gruppen gepflanzt am besten und es lohnt sich, auch mal nach den gefüllt blühenden Sorten Ausschau zu halten.
Eine Zusammenstellung, die romantische Herzen in verzückte Schwingungen versetzt, sind zarte, weiße Schneeglöckchen in Kombination mit rosafarbenen Frühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum).

Dem Schneeglöckchen ähnlich und doch von ganz eigener Faszinationskraft ist der Märzenbecher (Leucojum vernum), dessen Blüten rundlicher sind und sechs gleich lange Blütenblätter mit einem gelb-grünen Fleck an der Spitze aufweisen, während das Schneeglöckchen drei lange und drei kurze Blütenblätter trägt. Die Märzenbecher haben es gerne feucht und schattig bis halbschattig. Ihre Blätter sind dunkler als die der Schneeglöckchen und passen hervorragend zu farbintensiven, frühblühenden Krokussen oder zu frühen Tulpen in zarten Pastelltönen.

Die meisten kleinen Frühjahrsboten wie Krokusse, Traubenhyazinthen (Muscari) und Schneeglöckchen sind anspruchslos und benötigen normalen Gartenboden, um sich wohl zu fühlen und selbstständig auszubreiten. Eine wohlmeinende Starthilfe kann man Vorfrühlingsanemonen und Winterlingen (Eranthis) geben, indem man die Knollen vor der Pflanzung für etwa 12 Stunden in lauwarmes Wasser legt, sodass sie vorquellen können.

Wem Beete zur Verfügung stehen, der strebt wahrscheinlich eine dichte, gemischte oder nach Gattung sortierte Pflanzung an. Eine typische Kombination wären z.B. frühe Zwerg-Narzissen und Kaufmanniana-Tulpen, gefolgt von späten Hyazinthen und gefüllten, frühen Tulpen. Als Unterpflanzung für laubabwerfende kleine Gehölze eignen sich Krokusse, Vorfrühlingsanemonen oder Schneestolz (Chionodoxa) in Rosa, Weiß oder Violett sowie Blausternchen (Scilla) oder Traubenhyazinthen.

Natürlich können Blumenzwiebeln nicht nur in Töpfe gepflanzt werden. Ab ins Beet heißt es auch hier bis spätestens Oktober / November, damit im Frühjahr pünktlich die ersten Zwiebelblüher aus der Erde spitzen.

Ein Artikel aus unserer Kundenzeitschrift „grüne Liebe“, Ausgabe 5/2015.

Nicht alle genannten Sorten sind dauerhaft im Gartencenter erhältlich. Wir helfen gerne bei der Auswahl. Quelle: IZB / Talking Brands


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