DER KÜRBIS - CUCURBITA PEPO


Wissenswertes zur größten Beere der Welt.
Botanische Fakten rund um den Kürbis.

Vor allem die Urform des Kürbis enthält vermehrt Cucurbitacine. Das sind Bitterstoffe, die den Kürbis nicht verzehrbar machen. Daher wurden 8000 v.Chr. auch nur die Kürbissamen verspeist, denn sie waren frei von den Bitterstoffen. Schmeckt ein Kürbis bitter, sollte man ihn nicht essen.

Cucurbitacine können auch heute noch durch Rückkreuzung entstehen, z.B. bei der Aufzucht selbst geernteter Samen oder der Bestäubung durch Zucchini.

Außerdem vermehrt sich die Anzahl der Cucurbitacine bei langer Lagerung- der Grund, warum „ältere“ Gurken, Zucchini und eben Kürbis (alles eine Pflanzenfamilie) beginnen bitter zu schmecken.

In den Vereinigten Staaten wird traditionell zu verschiedenen Volksfesten, wie z.B. Thanksgiving, Pumpkin-Pie – also Kürbiskuchen gegessen. (Auch in den Kürbisrezepten vom Tropica.)

Außerdem gibt es in Amerika alljährlich Kürbisweitwurfmeisterschaften – Pumpkin Chunkin`- bei der mit Hilfe von Schleudern, Luftdruckkanonen u.ä. der Kürbis so weit wie möglich geworfen werden muss. Der momentane Rekord beträgt 4694,68ft also 1430,94m und wurde 2013 aufgestellt. Aktuell verzeichnete Unfälle: Eine abgeschossene Ente… Jaja, die Amis ...

Kürbiskernöl wird bei uns traditionell in der Steiermark gewonnen, von dem Steirischen Ölkürbis, dessen Samen nur eine dünne Schale besitzen. Für einen Liter des nussigen Öls mit starkem Eigengeschmack benötigt man etwa 35 Kürbisse, bzw. 3kg Kerne. Das sogenannte „Kürbisputzen“, das Trennen der Samen vom Fleisch, erfolgt auch heute noch von Hand.

Der Gartenkürbis, botanisch Cucurbita pepo, wurde 2005 zur Arzneipflanze des Jahres gekürt – dieses Jahr ist es übrigens das echte Johanniskraut (Hypericum perforatum).

Heute kann man ihn essen, früher eher nicht. Seine Kerne werden zu Öl oder Brötchen, das Fruchtfleisch zu Suppe, Marmelade oder Secco. Geschnitzt erfreut und erschreckt er Kinder. Es gibt ihn in rund, birnen- oder gurkenförmig, wie ein Käppchen oder ein Pilz. Es gibt ihn in fast allen Farben. Er wird riesig und bis über 1000kg schwer. Oder nur wenige Zentimeter groß…

Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Wirkstoffe im Fruchtfleisch und den Kernen entzündungshemmend, entwässernd und harntreibend wirken. Sie werden als Arzneimittel gegen Prostatabeschwerden, Blasenschwäche, aber auch bei Magen-und Darmkrankheiten verwendet.
Kürbisfleisch ist kalorienarm, farbige Kürbisse sind reich an Karotenen.

Der Kürbis ist botanisch gesehen eine Beere, wegen der harten Schale auch als Panzerbeere bezeichnet, und somit die größte Beere der Welt.
Der größte Kürbis der Welt wog 1054 kg und hatte einen Umfang von 5,70m. Der Züchter ist Beni Meier, ein Schweizer, der die Meisterschaft bereits zum dritten Mal gewann. Den offiziellen Titel darf er dennoch nicht tragen, den unten am Riesenkürbis befindet sich ein 2cm langer Riss. Die Regeln für den Weltrekord verlangen einen völlig unversehrten Kürbis.

Es gibt 120 Gattungen und 800 Arten des Kürbis.

Die eindrucksvollen großen Trichterblüten sind vormittags geöffnet und werden reichlich von Bienen besucht.

Der Kürbis ist eine Tropenpflanze und erfriert bei uns bei anhaltenden Temperaturen unter 10°C.

Als Starkzehrer wächst er gut auf nahrhaftem Untergrund und eignet sich so z.B. toll zum Verstecken eines Komposthaufens. Beim Harken sollte man allerdings aufpassen, dass man die empfindlichen Flachwurzeln nicht verletzt.

Ist der Kürbis reif? Ob ein Kürbis reif ist, erkennt man am besten am hohlen Klang beim Klopfen gegen die Schale. Außerdem kann ein verholzter Stiel und harte Schale Anzeichen für Reife sein.

Lagerung am besten bei 10-14°C auf weichem Untergrund.

Der Brauch, Kürbisse zum Halloweenfest aufzustellen, stammt aus Irland. Dort lebte einer Sage nach der Bösewicht Jack Oldfield. Dieser fing durch eine List den Teufel ein und wollte ihn nur freilassen, wenn er Jack O. fortan nicht mehr in die Quere kommen würde. Nach Jacks Tod kam er aufgrund seiner Taten nicht in den Himmel, aber auch in die Hölle durfte Jack natürlich nicht, da er ja den Teufel betrogen hatte. Doch der Teufel erbarmte sich und schenkte ihm eine Rübe und eine glühende Kohle, damit Jack durch das Dunkel wandern könne. Der Ursprung des beleuchteten Kürbisses war demnach eine beleuchtete Rübe, doch da in den USA Kürbisse in großen Mengen zur Verfügung standen, höhlte man stattdessen einen Kürbis aus. Dieser Kürbis war seither als Jack O’Lantern bekannt.
Um böse Geister abzuschrecken, schnitt man Fratzen in Kürbisse, die vor dem Haus den Hof beleuchteten. (>aus Wikipedia).

Auch eine bei uns im Frühling verkaufte Kürbisjungpflanze heißt Jack o`Lantern und eignet sich hervorragend zum Herstellen der Kürbislaternen.

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