Im Frühjahr im Kiesbeet

Ein sauberes Kiesbeet hat seinen ganz speziellen Reiz. Kinderleicht angelegt und mit ein paar speziellen trockenheitsresistenten, blühenden Stauden bestückt, schaffen Sie ruckzuck einen Gartenabschnitt mit ganz besonderem Charakter.

Ein sauberes weißes Kiesbeet – das hat schon was. Und noch dazu ist es leicht zu pflegen. Das ist schon fast perfekt. Und das Sahnehäubchen: Es ist auch noch ganz leicht ein solches anzulegen!

Am besten liegt ein Kiesbeet an einem sonnigen, trockenen Standort, damit die Steine kein Moos ansetzen. So wird es immer sauber und gepflegt aussehen. Kies ist nicht gleich Kies. Er kann aus großen Steinen bestehen oder feinkörnig sein. Der passende Kies ist meist der runde Zierkies, der z.B. aus Granit besteht. Die üblichen Farben sind Weiß für ein reines, puristisches Beet oder natürliche Farben wie Braun, Grau oder rötliche Töne. Sie können auch durch farbigen Kies etwas Wildes ins Beet bringen und für Auflockerung sorgen.

Die richtigen Pflanzen für das Kiesbeet

Die Pflanzen für Ihren Kiesgarten sollten aus einem passenden natürlichen Lebensraum stammen. Z.B. aus Steppenheiden, Fels-Steppen oder trockenen Freilandflächen. Ihre Ansprüche an den Standort stimmen mit den Bedingungen im Kiesbeet überein.

Eine solche natürliche Landschaft zeichnet sich durch Lockerheit und auch Lücken aus. Sie können mit Höhen und Strukturen spielen, solange es natürlich bleibt. Blühende Präriestauden, die tolerant gegenüber Trockenheit sind, sind besonderes aufregend im Kiesbeet.


Ruheoase Kiesbeet

Die weißen Blüten der Schafgarbe (Achillea millefolium) schweben geradezu über dem Boden. Dadurch wirken sie im Kiesbeet besonders leicht. Sie kommt in der Natur in Europa, Nordamerika und Nordasien vor. Die Schafgarbe wird auch als Gewürz- und Heilpflanze verwendet. Sie soll z.B. bei Beschwerden im Magen-Darm-Trakt helfen.
Der Ausdauernde Lein, auch Stauden-Lein genannt (Linum perenne), ist sehr trockenresistent. Seine zarten hellblauen Blütenköpfe wirken sehr leicht über seinen Blättern. Früher wurde aus dem Ausdauernden Lein eine raue Faser hergestellt, die für Textilien verwendet wurde.
Die tiefblauen, sternähnlichen Blüten der Garten-Steinsame (Lithodora diffusa) bringen etwas mehr Farbe ins Beet. Da sie nur ca. 15 cm hoch wächst, ist sie gut als Bodendecker einsetzbar. Ursprünglich kommt die Steinsame aus Spanien, mit trockenen Bedingungen kommt sie gut zurecht.


Schönes Grünes

Ergänzend zu den blühenden Stauden passen Gräser gut ins Kiesbeet. Viele Arten davon mögen den steinigen Standort. Für modernes Flair können Sie z.B. australisches Lampenputzergras (Pennisetum) oder Blauschwingel (Festuca cinerea) aus dem norditalienischen Gebirge pflanzen. Beide sollten möglichst sonnig stehen und vertragen Trockenheit. Das Zebra-Chinaschilf (Miscanthus sinensis ’Strictus‘), auch Stachelschweingras genannt, mit seinem interessanten Muster ist eine spannende Ergänzung. Die Rutenhirse (Panicum virgatum) aus Nordamerika besitzt feine schleierartige Blütenstände, die einen schönen Kontrast zum harten Kies bilden.


Sonne im Kiesbeet

Setzen Sie warme Akzente mit gelb und rot blühenden Stauden. Das Mädchenauge (Coreopsis) stammt aus kühlen, trockenen Regionen Nordamerikas. Die auffällig gelb leuchtenden Blütenköpfe sind ein echtes Farbhighlight im Beet. Die Sonnenbraut (Helenium) ergänzt sich wunderbar mit dem Mädchenauge. Ihre gelbroten Blüten bringen einen warmen Kontrast ins Kiesbeet. Wie das Mädchenauge stammt sie aus den Prärien Nordamerikas.
Einen üppigen, sonnigen Akzent setzt die Goldwolfsmilch (Euphorbia polychroma) aus den steinigen Steppen Europas. Die Staude wächst ziemlich buschig und präsentiert eine voluminöse gelbe Blütenpracht. Die Fackellilie (Kniphofia) bringt zum intensiv rotgelben Farbton auch noch extrem auffällige Blütenköpfe mit. Wie brennende Fackeln sehen diese aus, daher ihr Name. Ihre Heimat ist im trockenen Afrika. Deswegen fühlt sie sich im Kiesbeet pudelwohl.


Kleine Farbtupfer

Das Porzellanröschen (Lewisia cotyledon), auch Bitterwurz genannt, setzt im Kiesbeet fröhliche Farbakzente. Meistens sind seine Blüten pink, manchmal auch gelb oder weiß. Es ist sehr empfindlich gegenüber Staunässe, ein Platz zwischen Kies bekommt ihm sehr gut. Der Bartfaden (Penstemon) mag ebenfalls trockenen, frischen Boden. Seine fingerhutähnlichen Blüten leuchten in Rot, Pink, Lila oder auch Weiß. Porzellanröschen sowie Bartfaden stammen aus Nordamerika.
Die Hohe Fetthenne (Sedum telephium) setzt nur ganz zarte Farbtupfer. Die äußerst pflegeleichte Pflanze macht sich sehr schön im Kiesbeet. Wie farbige Wattebauschen sehen ihre Blütenschöpfe aus. Das Besondere an ihr sind die sukkulenten Blätter. Sie speichern Wasser und lassen die Fetthenne somit an trockenen Standorten hervorragend gedeihen.


Feines aus dem Kiesbeet

Mediterrane Kräuter wie Thymian (Thymus vulgaris) oder Rosmarin (Rosmarinus officinalis) wachsen ebenfalls gut mit im Kiesbeet. Auch der duftende Lavendel (Lavandula) macht dort eine gute Figur.

Erfahren Sie im Artikel "Wie geht...Kiesbeet anlegen?" alles rund um den Selbstanbau.
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Nicht alle genannten Sorten sind dauerhaft im Gartencenter erhältlich. Wir helfen gerne bei der Auswahl. © Talking Brands

 


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